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Was so läuft ...

Druckername ohne Sitzungs-ID bzw. feste Druckernamen für Benutzer in der Terminalsitzung

by Andreas Fleischmann 26. Juni 2009 12:51

Häufig kann in Anwendungen der Drucker fest hinterlegt werden, so dass automatisch immer auf dem angegebenen Drucker ausgdruckt wird, unabhängig von der Einstellung des Standarddruckers.

Zum Beispiel findet man das Konfigurieren sogenannter Druckprozesse häufig in Warenwirtschaftsanwendungen, in denen dann fest gelegt wird, dass der Lieferschein immer auf einem bestimmten Drucker ausgedruckt wird und die Rechnung auf einem anderen.

Werden clientseitige Drucker in einer Terminal Server Sitzung automatisch verbunden -egal mit welcher Technologie (Citrix UPD, Microsoft Autocreated Printers, Microsoft Easy Print,...), so enthalten die Druckernamen automatisch auch immer ein Sitzungs-ID, die sich nach jedem An- und Abmeldevorgang ändert.

Microsoft Autocreated Printers mit Sitzungs-ID und Clientname

Somit ändern sich faktisch die Namen der Drucker, die der Benutzer in die Terminalsitzung mitbringt. Das hat zur Folge, dass die o.g. konfigurierten Druckprozesse ins Leere laufen, bzw. einen Fehler ausgeben oder wieder auf den Standarddrucker zurückgreifen.

Die triCerat ScrewDrivers Technologie ermöglicht das automatische erbinden der clientseitigen Drucker in der Terminalsitzung, ohne dss entsprechende Druckertreiber auf dem Terminal Server installiert sein müssen. Zusätzlich ermöglicht sie das Anpassen des Namensschemas, so dass die resultierenden Druckernamen in der Terminalsitzung für die Benutzer fest sind.

Das Standardnamensschema der ScrewDrivers Serverkomponten sieht ebenfalls die Sitzungs-ID im Namen vor, um zu den Standardeinstellungen eines Windows 2000 Terminal Servers kompatibel zu sein.

Standardnamensschema von triCerat ScrewDrivers

Das hat folgenden Hintergrund:
Im einem Windowsbetriebssystem kann es grundsätzlich nicht mehrere Drucker geben, die den gleichen Namen haben.

Würden sich also an einem Terminal Server zwei Benutzer anmelden, die jeweils lokal einen Drucker namens "Canon IP5200" installiert haben, und würde der resultierende Druckername nicht um einen eindeutigen Parameter ergänzt, so würde genau die Situation mit einer Kollision im Druckernamen entstehen.

Um also die genannte Situation zur vermeiden, würde es ausreichen, den Benutzernamen als Unterscheidungsmerkmal dem Drucknamen anzuhängen.
Hat allerdings ein Benutzer die Möglichkeit, mehr als eine Sitzung auf dem gleichen Terminalserver zu eröffnen, dann würde rein mit dem Unterscheidungsmerkmal "Benutzername" ebenfalls eine Kollision entstehen, da der Drucker sowohl in der ersten Sitzung, als auch in der zweiten Sitzung automatisch verbunden wird. Wird hingegen die Sitzungs-ID dem Druckernamen angefügt, so ist wieder eine eindeutige Unterscheidung möglich.

Standardmäßig sind nur Windows 2000 Terminal Server und älter so konfiguriert, dass mehrere Terminalsitzungen pro Benutzer möglich sind. Da die ScrewDrivers Technologie auch noch auf Windows 2000 Terminal Server unterstützt wird, wird hier die konservative Standardeinstellung bzgl. des Namensschemas nach der Installation vorgegeben.

Ab Windows Server 2003 Terminal Services und höher, lautet die Standardeinstellung in der Terminaldienstekonfiguration: "Nur eine Sitzung pro Benutzer erlauben".

"Nur eine Sitzung pro Benutzer" als Standard ab Windows 2003 Terminal Server

Besteht diese Einstellung, so kann in der ScrewDrivers-Konfiguration das Namensschema für Drucker problemlos so abgeändert werden, dass lediglich der Benutzername an den Druckernamen angehängt oder vorangestellt wird. Das wiederum hat zur Folge, dass die Druckername für jeden Benutzer in Terminalsitzung fest sind, egal wie oft er sich an- und abmeldet. Das wiederum bedeutet, dass konfigurierte Druckprozesse in Anwendungen pro Benutzer erfolgreich greifen können.

Nachfolgendes Bild zeigt die Konfiguration des Namensschemas für Drucker, bei der lediglich der Benutzername an den Namen des Druckers angehängt wird, so dass feste Druckernamen in der Terminalsitzung für den Benutzer ermöglicht werden.

 

Das letzte Bild zeigt die resultierenden Druckernamen in der Terminalsitzung mit Hilfe der triCerat ScrewDrivers Technologie:

 

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